Taifun 17II
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Geilenkirchen-Haifa-Geilenkirchen

Der Weg ist das Ziel

Text: webmaster Leo; neu von Klaus

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Die Haifa Besatzung vor der D-KGAN am 25. April am Geilenkirchen NATO Stützpunk,
von links nach rechts: Henk Schoenmakers, Gunter Hartleb, Henk Dumont und Hans-Peter Gottlob

Bildershow: Flug mit zwei Motorseglern von Geilenkirchen nach Haifa (Israel)

Am 8. Mai (vorausgesetzt die Wetterbedingungen sind zureichend) werden zwei Taifun Besatzungen einen gemeinsamen Flug von Deutschland nach Israel antreten. Alle Piloten freuen sich schon auf dieses einmalige Erlebnis. So wie der große chinesische Philosoph Konfuzius schon vor 2500 Jahren sagte:
„Zih Yu Dao“ – „Der Weg ist das Ziel“.
Weiter unten findet ihr noch Information zum Flug. Ab 8. Mai gibt es dann täglich aktuelle Neuigkeiten auf unserer Homepage.
Die Vorbereitung für die Reise (Sontag 25. April)
Am Sonntag den 25. April 2010 haben die deutschen Piloten Gunter Hartleb und Hans-Peter Gottlob mit ihrem Motorsegler D-KGAN die beiden holländischen Piloten Henk Dumont und Henk Schoenmakers auf dem NATO Luftwaffenstützung in Geilenkirchen getroffen. Während Geilenkirchen der Heimatflughafen von Henk Dumont ist (D-KFDI musste also den Horst nicht verlassen), kam Henk Schoenmakers begleitet von seiner Frau mit seiner Super Dimona (D-KDRK) von Nordhorn-Lingen (EDWN) nahe der deutsch-holländischen Grenze ca. 100NM nördlich von Geilenkirchen.
Grund für dieses Treffen der vier Piloten zum Auftakt der Flugsaison war die Besprechung des bevorstehenden Fluges nach Israel. Karten, Flugpläne, Papiere und andere wichtigen Unterlagen wurden ausgetauscht. Während sich andere Leute und Zuschauer in erster Linie auf Windenstarts, Modellflugzeuge oder den besonderen Besucher die Flying Flee Ultralight konzentrierten, waren die Taifunbegeisterten nur an einer Sache interessiert: Den Flug nach Haifa.



8 Tage vor dem Start (Freitag 30. April)
Heute ist in Holland Königinnentag, ein nationaler Feiertag zum Geburtstag der Mutter der Königin. Zeit für einen Besuch unseres Webmasters bei Henk um alles zu besprechen. Die Pläne für den Flug nach Israel liegen schon seit einiger Zeit in der Schublade bereit, aber heute haben die beiden Piloten beschlossen noch einen zusätzlichen Tankstop auf der 4. Etappe auf der griechischen Insel Mykonos einzuplanen.
Hier ist der momentane Flugplan nach Haifa (einfache Strecke über 1800NM/3350km):
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Der Kurs nach Haifa
1. Etappe: Samstag 8. Mai 2010
Geilenkirchen/Mönchsheide >>> Pula LDPL (Kroatien)
Henk Schoenmakers und Henk Dumont starten um ca. 08.00 Ortszeit vom Geilenkirchen NATO Stützpunkt mit der D-KFDI und fliegen ca. 150 NM nach Südosten zum Tankstop nach Mosbach-Lohrbach (EDGM).
Hans-Peter Gottlob und Gunter Hartleb starten mit der D-KGAN von Mönchsheide und fliegen ca. 100 NM mit südlichem Kurs nach Mosbach-Lohrbach (EDGM) ohne jedoch dort zu landen.
Im Formationsflug geht es dann weiter südwärts ca. 350 NM zum Etappenziel, dem Flugfeld von Pula im Südteil der Halbinsel Istrien (Nordkroatien).

2. Etappe: Sontag 9. Mai 2010
Pula LDPL >>> Kérkira LGKR (Griechenland)
Nach einem Flug entlang der kroatischen und albanischen Küste mit südlichem Kurs am Rande der Adria werden beide Taifuns nach ca. 440 NM (ca. 4 Std. Flugzeit) am Flugfeld von Kérkira (LGKR) auf Korfu landen.

3. Etappe: Montag 10. Mai 2010
Kérkira LGKR >>> Rhodos LGRP (Griechenland)
Heute ist der Geburtstag von unserem Webmaster, aber dies wir die Besatzungen der Taifuns nicht interessieren, denn sie werden sich auf diese 3. Teilstrecke auf der Reise nach Israel konzentrieren. Nach 450 NM (etwas über 4 Stunden Flugzeit) werden die Flugzeuge nach dem Start von Kérkira LGKR im Nordwesten von Griechenland auf dem Flugfeld von Rhodos LGRP im Südosten Griechenlands landen. Der erste Teil der Route erfolgt entlang der griechischen Küste, der zweite Teil wird ohne Sicht auf das Festland entlang einiger Inseln über die Ägäis führen. Auf der Insel Mykonos erfolgt ein Tankstop damit Rhodos mit genügend Treibstoffreserven angeflogen werden kann.

4. Etappe: Dienstag 11. Mai 2010
Rhodos LGRP >>> Haifa LLHA (Israel)
Diese letzte Teilstrecke der Hinreise ist die aufregendste, aber auch zugleich die schwierigste. Wieder werden 430 NM zurückgelegt und zwar über Wasser soweit das Auge reicht. Das einzige Land in Sicht, mit Ausnahme von Start und Landung natürlich, wird im letzten Drittel des Fluges die Insel Zypern sein.

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Konfuzius meditiert auf den Flügeln der D-KFDI heute morgen kurz vor dem Start.
Konfuzius wacht über beide Piloten während diese über die Flugzeuge wachen.
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Ein letzter Blick auf die heutige Route
1 / Etappe 1 (Samstag 8. Mai)
Heute morgen um 10:30 Ortszeit trafen sich die beiden Piloten, deren Ehefrauen, der Webmaster, ein Bekannter und der chinesische Philosoph Konfuzius auf dem NATO Stützpunkt Geilenkirchen. Nach einigem Plaudern gingen alle zum Hangar wo Henk die Türe geöffnet hatte damit die Taifun schon etwas frische Luft bekommen konnte. Die Taschen wurden eingepackt, wieder ausgepackt und wieder eingepackt und schließlich in der D-KFDI ohne zusätzlichen Gramm unnötigen Zeugs verstaut. Aber wer braucht schon eine Reservepinzette in Israel? Die Chance sich während des Fluges einen Schiefer im Daumen einzuziehen sind fast Null.
Dann noch ein Telefonat, ein paar extra Liter Sprit, noch ein Telefonanruf, ein Blick auf die Flugkarte und die Anflugkarten des heutigen Zielflughafens und die D-KFDI war bereit um aus dem Hangar gezogen zu werden. Nach abschließendem Check stiegen die beiden Piloten in das Cockpit das für die nächsten zwei Wochen ihr zu Hause sein wird – zumindest während des Tages - und dann war bereits das Brummen des Motors zu hören.
Brrrrrr brrrrrrr brrrrrrr mir ist so kalt. Brrrrrr brrrrrr brrrrr ich will nach Haifa !!!
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Anruf zur D-KGAN Besatzung in Mönchsheide
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Ein Anruf vom befreundeten Pilot Michel Mulder der ihm alles Gute wünscht
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Die D-KFDI wird aus dem Hangar gezogen
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Die heutige Wetterkarte. Keine Chance um über die österreichischen
Alpen zu kommen.
Wegen der Wetterbedingungen über den österreichischen Alpen musste der ursprüngliche Plan nach Pula (Croatia) zu fliegen geändert werden. Die erste Etappe wird die beiden Taifuns nach Schärding-Suben in Österreich führen und hoffentlich findet sich morgen Früh ein Korridor Richtung Süden über die Alpen. Die Vorhersage für heute ist nicht gut, aber morgen stehen die Chancen nach Kroatien zu fliegen gut. Das bedeutet sie benötigen für diese Strecke zwei Tage anstatt einen Tag. Aber wie Konfuzius schon vor 25 Jahrhunderte sagte: „Es ist nicht wichtig wie langsam man geht, solange man nicht stillsteht.“
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Henk Streichelt den Propeller.
Das Schätzchen muss sie nach Haifa bringen.
Um 11:40 wird die Cockpitabdeckung geschlossen und der Motor brummte in den Startlöchern. Ein paar Minuten später rollten Henk & Henk zur Piste 09, startbereit. Ein paar Sicherheitschecks, Klappenchecks, Funkgerätechecks und um 11:50 wurden die Bremsen gelöst und die D-KFCDI setzte sich mit voller Kraft in Bewegung in Richtung Westen. Nach ca. 300 Meter, eigentlich mehr als üblich (wahrscheinlich das Gewicht eines extra Koffers mit Pinzetten) hob die Maschine vom Asphalt ab und die D-KFDI war in der Luft auf dem Weg nach Schärding-Suben LOLS (Österreich).
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Hände schütteln. Auf Wiedersehen!
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Henk Schoenmakers steigt in die Taifun.
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Am Schluss wird die Cockpithaube geschlossen.
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ETNG, 8. Mai um 11:51, auf zum Flug nach Haifa ...
Ein Anruf um 15:30 von Elly: Um 15:15 Ortszeit (13:15 UTC) landeten beide Taifuns sicher auf dem Flugfeld von Schärding-Suben LOLS in Österreich. Wetter und Sicht während des ersten Drittels des Fluges waren nicht besonders gut, aber nach Koblenz klarte es auf und die Sicht wurde besser. Beinahe Windstille in der Nähe von LOLS waren die perfekten Voraussetzungen für die Landung.
Wenn man das Bild rechts, welches die Besatzung der D-KGAN schickte, betrachtet, stellt sich eurem nüchternen Webmaster die Frage: „Ist LOLS eigentlich die richtige ICAO Bezeichnung für den Flughafen, oder sollte es nicht besser LOL (Laughing Out Loud) sein?"
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8. Mai, 15:39 Ortszeit, die Haifa Besatzung bei der Wetterstation
(LOLS / Schärding-Suben, Österreich)
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Gestern, Abendessen auf dem Flugfeld Schärding-Suben.
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Heute auf dem Weg von Österreich nach Kroatien.
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09:58 heute morgen. D-KGAN fliegt über Österreich.
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D-KGAN überquert die Alpen.
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Zur gleichen Zeit im Cockpit der D-KFDI.
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D-KFDI im Anflug auf die Piste 27 des Flughafens von Pula (Kroatien).
Tag 2/ Etappe 2 (Sontag 9. Mai)
Um 13:45 läutet das Telefon. Es ist Hans-Peter Gottlob: „Wir haben die Alpen überquert. Das Wetter ist gut und wir sind am Flughafen von Pula gelandet. In Kürze werden wir den Tank auffüllen und wieder Richtung Dubrovnik aufbrechen. Die Flugzeit beträgt etwa vier Stunden.“
Henk Dumont: "Ja, das Wetter heute morgen beim Start in Schärding-Suben war gut. Während des Fluges über die Alpen wurde es etwas grau aber die Sicht war ausreichen. Wir flogen über Mariazell, dann Graz und über Ljubljana ging es bei ausgezeichneten Wetterbedingungen weiter in Richtung Pula. Die Entscheidung gestern in Österreich zu verbleiben war absolut richtig. Wie haben jetzt das schlechte Wetter hinter uns und sind in bester Stimmung ;-). Bis bald, wir fliegen jetzt los."
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Ein Uhr nachmittags, Auftanken in Pula.
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14:06 Überqueren der kroatischen Inseln.
Henk D.:
" Mit starkem Rückenwind war unsere zweite Teilstrecke eine sehr gute Übung für unsere letzte Etappe: Der Flug von Rhodos nach Haifa über das offene Meer. Wir haben vom ATC die Genehmigung erhalten direkt von Pula nach Kerkyra zu fliegen. Die 4 Stunden sind wir dann beinahe zur Gänze übers Wasser geflogen. Es hat keinerlei Probleme gegeben. So wie bereits Hans-Peter sagte: Eine ausgezeichnete Übung für die Strecke nach Haifa über das offene Meer. Auf den letzten 10 NM vor dem Ioannis Kapodistrias Flughafen hier auf Korfu haben wir durch den Rückenwind eine Geschwindigkeit von 145 Knoten erreicht. Wir kreuzten die Landebahn in der Mitte, flogen eine große Rechtskurve und landeten auf der Piste 35. Jetzt gerade genießen wir ein Abendessen im Restaurant des Bretagne Hotels das gegenüber dem Flugfeld gleich neben dem Fußballstadium liegt."
Heute haben beide Taifuns insgesammt 10.5 St. geflogen und haben dabei 6 Länder und 5 Grnzen überquert: Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien und schliesslich Griechenland. Da haben die sich wohl eine nette Mahlzeit verdient...
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Lošinj Hafen.
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……die schöne Aussicht genießend.
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16:12 D-KGAN in vollen Flug….25
Offensichtlich sind ein paar unserer Piloten schon „Höhenkrank“ obwohl es noch ein weiter Weg nach Haifa ist: Henk sprach immer von Rhodos obwohl sie heute auf Korfu gelandet sind. (im Hintergrund konnte man Hans-Peter hören der ihn korrigierte.) Alzheimer in leichter Form hat auch ein anderes Besatzungsmitglied gestreift: Gestern Abend nach der Landung in Schärding-Suben in Österreich bemerkte Gunter dass er keinen Reisepass bei sich hatte. Er hatte ihn zu Hause vergessen……..
Nach einigen Telefonaten mit seiner Frau (und auch UPS) fuhr diese zum Flughafen Düsseldorf. Sie hielt Ausschau nach Passagieren die nach Rhodos flogen und fand sehr freundliche Touristen die bereit waren Gunters Pass mit nach Rhodos zu nehmen und diesen an Ort und Stelle den Flughafenbehörden zu übergeben.
So wie Konfuzius schon vor 2500 Jahre sagte: der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln; erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.

Gunters Reisepass ist also bereits auf Rhodos eingetroffen, er selbst muss erst bis dort hin kommen ;-).

Vielen Dank an die unbekannten Touristen!!
Tag 3/ Kein Flug (Montag 10. Mai)
Ein Anruf um 11:30: Scheinbar blieb Henk Dumont bis gestern Abend in Wolke sieben hängen, denn er erzählte seiner Frau Elly sie seien in Dubrovnik gelandet ;-)
Heute jedenfalls werden unsere Freunde entspannen und die Pracht der Insel Korfu genießen.

Um 17:00 Ortszeit noch immer keine Nachricht von der Haifa Crew. Unsere vier Piloten sitzen wahrscheinlich auf einer Terrasse auf Korfu und genießen Sonne, Wind, vielleicht ein Bierchen und natürlich auch Strand und Meer. In der Zwischenzeit plant euer Webmaster bereits viel weiter in die Zukunft. Während die Taifunpiloten noch von Israel träumen, hat euer Webmaster bereits für israelische Atmosphäre in seiner Küche gesorgt und sich ein israelisches Menü zubereitet: Eine Hühnersuppe als Vorspeisen und zum Hauptgang Shoarma. Dies geschah unter der Aufsicht von Konfuzius, dem weisen Begleiter auf der Reise nach Haifa………

17:30 Ortszeit in der Küche eures Webmasters auf dem Herd: Ein Topf mit Hühnersuppe (links) und eine Kanne Wasser zum Tee kochen. Konfuzius sieht vom Teekessel aus zu.
Zitat seiner weisen Worte vor über 2500 Jahren: „Jeder isst und trinkt, aber nur wenige genießen den Geschmack.“
Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich warum Hühnersuppe für eine israelische Atmosphäre notwendig ist. Nun, die Antwort ist ganz einfach: Auf dem Internet fand ich heraus, dass Hühnersuppe die Lieblingssuppe des früheren Premierministers Israels Golda Meir war und er diese gerne seiner Familie und seinen VIP Gästen servierte. Sollte jemand Interesse an dem Rezept haben, kann er es von der offiziellen Website des Außenministeriums herunterladen.
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Die Hühnersuppe auf dem Herd.
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Shoarma in einer Stielpfanne.
17:50 Lokalzeit, gleicher Ort: Shoarma in einer Stielpfanne. Der Name Shoarma leitet sich vom türkischen Wort "çevirme", was soviel wie „drehen“ bedeutet. In Griechenland allerdings wo unsere Freunde gerade sind, gibt es ein ähnliches Gericht dass sich „Gyros“ nennt, was ebenfalls „drehen“ bedeutet. In beiden Fällen wird Fleisch auf einem sich drehenden Spieß befestigt und möglicherweise einen ganzen Tag lang gebraten. Euer Webmaster war natürlich in Eile und hat das Fleisch daher über dem Feuer in einer Pfanne gebraten. Was man auf dem Bild nicht sehen kann: Konfuzius beobachtet die Sache vom Teekessel aus. Es ist anstrengend gleichzeitig über entspannte Piloten in Griechenland und die israelischen Kochkünste des Webmasters in Holland zu wachen.
Und schließlich um 18:15 ist das israelische Gericht auf dem Tisch: Shorama in Pitabrötchen (im Ofen getoastet) mit Knoblauchmayonnaise und Salat aus Tomaten, Gurken, Zwiebel und Gürkchen.
Was die Taifun boys in Griechenland wissen sollten: Israel ist möglicherweise seit einigen Wochen in ihren Köpfen, aber in diesem Moment ist es schon im Magen des Webmasters. Mmmmmmmmmmm!!!
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Ohne Kommentar.
Ein Email von Hans-Peter Gottlob mit einigen Bildern des heutigen Tages.
Die Taifunpiloten machten heute Sightseeing auf Korfu. Für morgen ist zwischen 10:00 und 11:00 der Start zum etwa 4,5 Stunden dauernden Flug von Korfu nach Rhodos im Süden von Griechenland geplant. Die Wettervorhersage für die nächsten vier Tage ist hervorragend. In Haifa liegt die Temperatur bei ca. 45° im Schatten.
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Das Bild zeigt die Rückseite des so genannten Paleo Frourio (Das alte Fort).
Ein Bild gemacht während des Sightseeings von einem unserer Taifun Piloten heute um 09:15 Ortszeit. Das Bild zeigt die Rückseite des so genannten Paleo Frourio (Das alte Fort). Diese Befestigungsanlage ist die erste und älteste Bastion zur Verteidigung von Korfu und wurde von den Venezianern im 15. Jahrhundert auf den Grundmauern einer byzantinischen Anlage errichtet. Die befestigte Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden welche ebenso von den Venezianern erbaut wurde. Unter anderem ist dort ein Museum mit byzantinischer Kunst. Das Fort selbst kann über eine Reihe von recht schmalen Tunnels besichtigt werden. Oben auf der Festung befindet sich ein Leuchtturm. (Ist in der Mitte des Bildes schwer zu erkennen). Weiterhin findet man noch ein paar Geschäfte verteilt über die Insel und die St. Georges Kirche.
Wer die Aussicht von der Insel erleben möchte kann untern den 360° Panoramablick von Paleo Frourio anklicken.
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Keine Information zu diesem Bild außer dass es von einem unserer Taifun
Besatzungsmitglieder am Nachmittag um 14:07 Ortszeit geschossen wurde.
Eine Vermutung des Webmasters: In der Nähe gibt es wahrscheinlich eine
Terrasse mit einer kühlen Flasche Bier ;-).
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D-KGAN beim Anflug auf die Piste 35 des Kerkyra Flughafen (LGKR) mit Hans-Peter
Gottlob und Gunter Hartleb an Board. Bild gemacht von Vasilis Porgiazis,
gestern am 9. Mai.
Eine Überraschung landet heute in der Mailbox des Webmasters um 23:50 Ortszeit: Eine Email des griechischen Planespotters Vasilis Porgiazis aus Athen. Scheinbar hatte er gestern gerade die Piste 35 des Ioannis Kapodistrias Flughafen auf Korfu im Visier als die beiden Taifuns im Anflug waren!
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D-KFDI beim Anflug auf die Piste 35 des Kerkyra Flughafen (LGKR) mit Henk
Dumont und Henk Schoenmakers an Board. Bild gemacht von Vasilis Porgiazis,
gestern am 9. Mai.
Vasilis, stolzes Mitglied des Athener air-born Sportlersteam, wir danken dir im Namen aller Leser der powergliderfun.de Website für die Zusendung deiner schönen Bilder von der D-KFDI und D-KGAN. Wer noch weitere tolle Werke von Vasilis sehen möchte, kann Bilder auf www.airliners.net oder besser (weil mehr Bilder, aber auf griechisch) auf seiner Gallery unter: www.airliners.gr.
Vielen Dank Vasilis !!!

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10:33 am Flughafen von Kerkyra; die Kindergartenkinder auf den Flügel
der K-KFDI….
Tag 4/ Etappe 3 (Dienstag 11. Mai)
Heute morgen startete unsere Crew vom Flughafen Kerkyra-Corfu mit Zielflughafen auf Rhosdos (LGRP) im Südosten Griechenlands.
Zwei Bilder die wir heute von Herrn Dimitris Roussos bekamen. Es sind Kinder mit zwei der drei Lehrer und zwei Kindergartengruppen die zur gleichen Zeit am Flugplatz waren. Sie sitzen um 10:33 Ortszeit auf den Flügeln der D-KFDI gerade als der Motorsegler fertig zum Start war. Alle hatten scheinbar viel Spaß ;-)

Ein großes Dankeschön an Herrn Roussos für die Zusendung der Bilder!!!
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... und die beiden Piloten.
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Dienstag Morgen, 11. Mai, der Start von der Piste 17 des Flughafen Kerkyra
auf Korfu fotografiert aus der D-KFDI.
An unsere Leser: Alle Kinder sind wieder heil heruntergekommen bevor das Flugzeug startete ;-)
D-KFDI und D-KGAN starteten um ca. 11:00 Ortszeit in Richtung dem 450 NM entfernten Rhodos
(die südöstlichste aller griechischen Inseln). Der Flug dauerte 4 Stunden und 38 Minuten
und nach den Worten von Hans-Peter der sich später an diesem Abend meldete lief alles wie am Schnürchen.
Die einzige Schwierigkeit der D-KFDI war, dass sie etwas mehr Treibstoff pro Stunde als die D-KFDI brauchte.
Mit nur wenigen Litern AVGAS im Tank der D-KFDI landeten die beiden Motorsegler heute Nachmittag auf dem Flughafen von Rhodos (LGPR). Die vier Piloten haben auf der
heutigen Strecke entlang einiger griechischer Inseln in der Ägäis die schönste Aussicht genossen.
Weiter unten sind einige Bilder die uns auch einen Eindruck vom Flug Korfu-Rhodos vermitteln.
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Unterwegs entlang einer Reihe von Inseln die zu den Kykladen gehören.
Im Vordergrund auf der linken Seite, teilweise durch den Flügel verdeckt:
Die Insel Schoinuoussa mit der unbewohnten Insel Ofidoussa. In der oberen
rechten Ecke: Die ebenfalls unbewohnte Insel Keros.
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Nach 4,5 Stunden Flug ist schließlich der Flughafen von Rhodos in Sicht.
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D-KGAN auf der Landebahn 25 auf dem Flughafen von Rhodos aus der D-KFDI
fotografiert.
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Turm an Haifa Crew: “Steigen sie auf Flugfläche 6“.
Verantwortliche Piloten während des Aufstiegs waren Hans-Peter und Henk D.
Tag 5/ Kein Flug (Mittwoch 12. Mai)
Heute haben Hans-Per, Gunter, Henk & Henk eine Sightseeingtour auf der Insel unternommen.

Die wichtigste Attraktion des Tages war die Akropolis auf einem Hügel außerhalb der Stadt Rhodos. Weil unsere Taifun Piloten einen Motorsegler brauchen um in luftige Höhen zu steigen, waren ihre Muskeln scheinbar zu schwach für den Anstieg und sie mussten sich daher Esel mieten.

Es kostete 5 Euro pro Esel um den Hügel hinaufzureiten, aber wenn man sich die Bilder so ansieht haben die Jungs scheinbar das Geld für den Abstieg (wieder 5 Euro) gespart. Eurer Webmaster vermutet sie sind wahrscheinlich vor Lachen den Hügel wieder hinuntergekugelt und brauchten daher keine Esel für den Abstieg ;-)
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Relikte und wieder errichtete Teile des Tempels und des Theaters.
Die Akropolis auf Rhodos war niemals befestigt wie die meisten übrigen Akropolises der Antike. Sie bestand aus einer heiligen Stätte, großen Tempeln, öffentlichen Gebäuden und einem unterirdischen Kultusplatz. Die Gebäude wurden auf Stufenterrassen mit starken Stützmauern errichtet. Heutzutage haben nur einige Teile der des ursprünglichen Bauwerks die Jahrhunderte seit der Erbauung (währen der späten hellenischen Periode um ca. 250 vor Christus) überdauert. Wer an der Umgebung der Akropolis von Rhodos interessiert ist, kann auf den 360° Panoramarundblick weiter unten klicken (Macromedia Plugin erforderlich).
Tag 6/ Etappe 4 (Donnerstag 13. Mai)
Heute wird unsere Besatzung Rhodos um ca. 12:00 Ortszeit verlassen und sich auf die letzte Teilstrecke der Reise nach Haifa begeben. Nach 4 Stunden Flug und 400 NM werden sie hoffentlich sicher auf dem Flughafen von Haifa, Israel landen.
Hoffentlich wird euer Webmaster später am Abend Bilder bekommen, denn er wird am Freitag den 14. Mai unter der Erde in einem Bunker in Nordfrankreich verweilen. Also wenn am Abend nichts mehr kommt, ist das nächste Update erst Samstag den 15. Mai.
Viele Grüße und alles Gute für die Landung von Leo.

Um 22:00 Ortszeit kam ein Anruf von Elly, Henks Frau und sie erzählte, dass die Besatzung am Nachmittag heil auf dem Flughafen von Haifa gelandet ist.

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Wiedererlangter Sichtkontakt; D-KGAN mit Kurs auf Haifa aus dem Cockpit der
D-KFDI fotografiert.
Um 23:00 Ortszeit, nur 20 Minuten nachdem sich euer Webmaster hinlegte um nach nur 3,5 Stunden Schlaf eine Reise zu einem unterirdischen Bunker in Nordfrankreich anzutreten, erreichte eine Nachricht die Mailbox seines Emails. Sie war von Henk Schoenmakers: „ Hallo Leo, heute war unser großer Tag. Randvoll mit Treibstoff starteten wir zu unserer letzten Reiseetappe nach Haifa über den großen Teich, dem Mittelmeer. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Mietwagen zum Flughafen und reichten alle Dokumente bei den Behörden ein die notwendig waren um in den israelischen Luftraum einzufliegen.
Wie du weist, sind wir bisher in Formation geflogen, aber dieses Mal lief die Sache nicht so gut. Kurz nach dem Start in Rhodos wurde die Flugsicht wegen der Wolken 2000 Fuß weniger. Trotz mehrere Versuche von Rhodos Radar war es uns nicht möglich den Sichtkontakt der beiden Flugzeuge herzustellen. Weil wir auch nicht so viel Zeit zum Suchen hatten, nahmen wir Kurs in Richtung unsere ersten Abfanglinie auf die ca. eine Flugstunde entfernt war. Wir hatten die Genehmigung in 7.500 Fuß zu fliegen, dort war die Flugsicht bloß 2 km. Die wichtigste Aufgabe bestand darin den richtigen Kurs zu fliegen und nicht vom Seitenwind abgetrieben zu werden. Als wir die Abfanglinie erreichten, stellte sich heraus dass wir nur einige Minuten von einander entfernt waren. Die erste Taifun flog in der Zwischenzeit einen großen Vollkreis bis Nummer zwei eintraf. Wegen der geringen Sicht waren wir in erster Linie auf den Funkkontakt angewiesen der uns half einander wiederzufinden. Danach ging es in Formation weiter wie geplant.
Nachdem wir uns wiedergefunden hatten, ging es drei Stunden lang im Formationsflug bis nach Haifa. Die Sicht wurde nach und nach besser. Wir hatten sogar manchmal Rückenwind. Als wir in der Nähe von Haifa waren, ging es zur Landung, die uns erst im zweiten Anflug gelang. Der Fluglotse im Tower meinte die D-KFDI war zu dicht an der D-KGAN und daher wurden wir angewiesen sofort einen Vollkreis zu fliegen.
Die heutige Strecke führte zu 100% der 4 Stunden 10 Minuten übers offene Meer. Mit Erleichterung schossen wir dann einige Luftbilder von der Stadt Haifa wie man in den beiliegenden Dokumenten sehen kann.

Kurz nach der Landung am Flughafen von Haifa wurden wir von unseren israelischen Taifun Freunden Haim Zaklad und Higal herzlich begrüßt wie man auf den Bildern sehen kann. Sie warteten auf uns mit ein paar großen Flaschen kühler Getränke und Mineralwasser. Ich sende dir ein paar Fotos für die Homepage damit alle sie sehen können.
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D-KFDI im Endanflug zur der Piste 16.
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Endziel erreicht; Willkommen in Haifa.
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Die Beine am Boden. Die Haifa Besatzung wird von den israelischen Freunden
begrüßt
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4X-GMF, D-KFDI und D-KGAN, drei Taifun Motorsegler hinter einander auf Fluglatz
Megido.
Mit Hilfe unserer israelischer Freunde waren die Zollformalitäten sehr schnell innerhalb einer Stunde oder so erledigt. Etwa einer Stunde später flogen wir dann mit drei Taifuns zum ehemaligen Militärflugfeld Megiddo (LLMG) ca. 30 km südöstlich von Haifa; die israelische Taifun 4X-GMF führte die Formation an und wurde gefolgt von der D-KFDI und der D-KGAN. Wegen der Überwachung durch das Militär Tag und Nacht mussten wir uns wegen dem Parkens der Taifuns keine Gedanken machen. Haim buchte uns ein Hotelzimmer auf einem Berg in Haifa und wir gingen zu einem wunderbaren gemeinsamen Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant.

Für morgen haben wir einen Flug nach Masada am Toten Meer geplant. Gemeinsam mit Haim fliegen wir in Formation zum tiefstgelegenen Flughafen der Welt, dem Bar Yehuda Flugfeld (LLMZ) 1240 Fuß (378 Meter) unter MSL. Jeder der dort landet bekommt eine Urkunde zur Anerkennung dieser besonderen Leistung.
Für heute, schöne Grüße von uns allen aus dem sonnigen Haifa. Wir haben mit vielen Leuten gesprochen die sprachlos waren als sie hörten, dass wir die ganze Strecke von Deutschland und Holland mit unseren kleinen Taifun Motorseglern geflogen sind.“